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Schielen
Das Schielen bezeichnet einen Fehler in der Koordination der Augen. Dies bewirkt, dass die Sehachsen beim entspannten Sehen in die Ferne nicht parallel stehen, sondern einen Winkel nach innen oder außen bilden. Im Allgemeinen unterscheidet man drei Arten des Schielens: das latente Schielen, das Begleitschielen und das Lähmungsschielen.
Das latente Schielen macht sich nach außen nicht bemerkbar, es ist jedoch eine angeborene minimale Achsenfehlstellung, die wegen der erhöhten Anstrengung beim Sehen zu Kopf- und Augenschmerzen führen kann. Besonders unter Stress oder bei anstrengendem Sehen (z.B. am Computer) können sich Beschwerden bemerkbar machen.
Das Begleitschielen ist eine meist in der Kindheit auftretende Augenfehlstellung, die häufig mit zunehmendem Alter immer stärker wird. Sie muß rechtzeitig therapiert werden (durch Korrekturbrille oder selten durch Operation), um eine Schwachsichtigkeit eines Auges zu vermeiden.
Das Lähmungsschielen tritt häufig bei älteren Menschen auf und entsteht durch Ausfall eines oder mehrerer Hirnnerven, was eine Lähmung von Augenmuskeln auslöst. Meist ist eine Durchblutungsstörung der Nerven die Ursache, die sich von selbst wieder zurückbildet. Daher ist eine Therapie meist nicht erforderlich.