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Sterbehilfe
Unter Sterbehilfe versteht man alle Methoden, um bei unheilbaren Fällen Leiden zu verkürzen und den Tod zu beschleunigen. Man unterscheidet aktive, passive und indirekte Sterbehilfe. Als aktive Sterbehilfe wird das Verabreichen todbringender Substanzen auf den ausdrücklichen Wunsch des Erkrankten hin bezeichnet. Sie ist in Deutschland nach wie vor verboten. Im Gegensatz hierzu sind die passive und die indirekte Sterbehilfe in Deutschland nicht strafbar. Bei der passiven Sterbehilfe werden lebenserhaltende und -verlängernde Maßnahmen unterbunden, wenn die Situation aussichtslos ist (z.B. Abbruch von Beatmung, Reanimation, künstlicher Ernährung, Medikamenten...). Bei der indirekten Sterbehilfe steht die Leidensminderung im Vordergrund, wobei der behandelnde Arzt bewußt das Risiko eingeht, mit seiner Behandlung das Leben des totkranken Patienten verkürzen zu können. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Arzt starke Schmerzmittel verordnet, welche die Lebensqualität verbessern, die Lebenserwartung des Patienten jedoch verringern können.