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Aderlass
Der Aderlass ist eine Therapiemethode, welche vor allem im Mittelalter als Behandlung der Wahl gegen praktisch alle Erkrankungen durchgeführt wurde, oft mit sehr geringem Erfolg bzw. häufig zum Schaden des Patienten. Heutzutage gibt es nur noch wenige Erkrankungen, bei denen ein Aderlass als Therapie sinnvoll ist. Er muss jedoch auf alle Fälle von einem qualifizierten Arzt durchgeführt werden. Die Methode ist relativ einfach: ein größeres Blutgefäß wird angezapft/verletzt, und eine bestimmte Menge Blut wird entnommen. Dies kann vor allem bei Eisen- oder Kupferspeicherkrankheiten sehr wirksam sein. Wichtig ist, die Menge des entnommenen Blutes und die Häufigkeit der Aderlässe richtig zu dosieren, um dem Patienten nicht zu schaden. Alternativ werden heute auch in manchen Arztpraxen oder Krankenhäusern Blutegel eingesetzt.