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Riley-Day-Syndrom
Das Riley-Day-Syndrom, auch als Dysautonomie bezeichnet, ist eine angeborene Erkrankung des vegetativen Nervensystems. Es handelt sich hierbei um eine Erbkrankheit, die vorwiegend unter Nachkommen der aschkenasischen Juden verbreitet ist. Bei den Patienten treten bereits im Kleinkindalter erste Symptome in Form von fehlendem Schmerzempfinden, mangelnder Tränensekretion, Hautrötungen, Koordinationsstörungen und häufigem Erbrechen auf. Die erkrankten Kinder fallen oft durch einen gesteigerten Verletzungsdrang auf, sie beißen sich häufig in Hände und Finger, wohl in dem Versuch, Schmerz zu empfinden. Sie haben außerdem oft eine gestörte und verzögerte Wundheilung, was bei offenen Stellen an den Fingern zu Komplikationen führen kann.