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Reizdarmsyndrom
Als Reizdarmsyndrom oder Englisch "irritable bowel syndrome" bezeichnet man eine Gruppe von Darmerkrankungen, deren Ursache weitgehend ungeklärt ist. Bis zu 50% der Patienten, die mit Darmbeschwerden zum Gastroenterologen kommen, leiden am Reizdarmsyndrom. Typische Symptome sind: sowohl Durchfall als auch Verstopfung (häufig abwechselnd), starke Blähungen, Schmerzen im Unterleib, Übelkeit und eine veränderte Häufigkeit von Stuhlentleerungen (mehr als dreimal pro Tag oder weniger als dreimal pro Woche). Bei Unterleibs- und Darmbeschwerden jeder Art müssen zunächst organische Ursachen (Entzündung, Darmverschluss) ausgeschlossen werden. Findet sich bei starken Beschwerden keine organische Ursache, dann kann es sich um ein Reizdarmsyndrom handeln. Häufig spielt die psychische Verfassung des Patienten bei der Entstehung der Erkrankung eine große Rolle. Die Therapie besteht im Wesentlichen in einer Diätberatung, evtl. in Kombination mit verdauungsfördernden Medikamenten. Häufig kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein, da sich bei Reduktion von Stress und Sorgen oft auch die Darmsymptomatik bessert.