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Hypochondrie
Die Hypochondrie ist eine psychische Störung, die sich in einer überängstlichen Beziehung zum eigenen Körper äußert. Sie zählt im weitesten Sinne zu den Neurosen und kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei häufig ein auslösender Faktor (z.B. Kontakt mit gefährlichen Krankheitserregern, Trauerfall, etc.) eine Rolle spielt. Die beiden Hauptmerkmale der Hypochondrie sind zum einen die panische Angst, an etwas zu erkranken (manchmal in Kombination mit weiteren Neurosen, z.B. einem Waschzwang), zum anderen die Überzeugung, dass man schwer krank ist (ohne medizinisch erkennbare Krankheitszeichen). Wichtig ist, zu betonen, dass Hypochonder sich nicht nur "die Krankheit einbilden", wie allgemein gesagt wird, sie fühlen die Krankheitssymptome tatsächlich. Häufige Besuche beim Arzt sowie eine übertriebene Medikamenteneinnahme sind meist die Konsequenz. Die Grenze zur Psychosomatose (siehe "Psychosomatose") kann sehr unscharf abgrenzbar sein.
Wegen der vielen Nebenwirkungen, die übertriebene Medikamenteneinnahme mit sich bringt, aber auch wegen der oft immer stärker werdenden psychischen Störung sollte Hypochondrie immer psychiatrisch/psychotherapeutisch behandelt werden.