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Kupferspeicherkrankheit
Bei der Kupferspeicherkrankheit handelt es sich um eine erblich bedingte angeborene Stoffwechselstörung, welche bewirkt, dass der Körper Kupfer nicht ausreichend ausscheidet, sondern es vermehrt in der Leber und im Zentralnervensystem speichert. Meistens zeigen sich erste Symptome zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr. Da das vermehrte Kupfer in Leber und Gehirn für die Organe giftig ist, kann es sowohl zu den Symptomen eines Leberversagens als auch zu psychisch-motorischen Symptomen (Zittern, Unruhe, Sprachstörungen, Verhaltensauffälligkeit) kommen. Sehr häufig zeigt sich bei den Patienten im Auge zusätzlich ein sogenannter Kayser-Fleischer-Ring (siehe "Kayser-Fleischer-Ring").
Die Ursache der Erkrankung ist nicht heilbar, sie kann jedoch medikamentös gut behandelt werden. Hierbei werden meist Präparate gegeben, die das Kupfer binden und so unschädlich machen. Auch Zink zeigt eine gute Wirkung. Bei schweren Fällen kann eine Lebertransplantation nötig sein.