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Hämochromatose
Die Hämochromatose ist eine Speicherkrankheit, bei der vermehrt Eisen im Darm aufgenommen wird. Dadurch steigt der Eisenspiegel im Körper stark an, was langfristig vor allem zu Schäden der Leber, aber auch der Bauchspeicheldrüse, des Herzens und der Haut führt.
Bei der Hämochromatose handelt es sich um eine Erbkrankheit, von der Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Sie ist angeboren, zeigt jedoch oft erst nach 30-50 Jahren erste Probleme. Bei Frauen entstehen die Symptome meist erst nach den Wechseljahren, weil vorher der regelmäßige Blutverlust durch die Regelblutung ausreicht, um das überschüssige Eisen zu entfernen.
Da das Eisen sich auch in der Haut einlagert, kommt es bei Hämochromatose häufig zu einer gräulich-dunklen Hautverfärbung. Zusätzlich können allgemeine Zeichen eines Leberversagens auftreten (Appetitlosigkeit, Schmerzen, Bauchwassersucht etc.).
Die derzeit wirksamste Therapie ist der Aderlass, bei dem regelmäßig ein Blutverlust herbeigeführt und so das Eisen erniedrigt wird. Gute Ergebnisse können auch durch Medikamente erzielt werden, welche das Eisen im Körper binden und so "unschädlich" machen. In schwersten Fällen kann eine Lebertransplantation nötig sein.