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Syphilis

Die Syphilis, auch als Lues oder harter Schanker bezeichnet, gehört zu den sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Sie ist in Deutschland meldepflichtig. Erreger der Krankheit ist das Bakterium Treponema pallidumg, welches bereits wenige Stunden nach Übertragung im Blut nachweisbar ist. Nach ca. drei Wochen entwickelt sich dann an der Eintrittsstelle des Erregers ein hartes, schmerzloses Geschwür, der sogenannte „harte Schanker“. Im weiteren Verlauf schwellen auch die Lymphknoten an. Ca. 8-12 Wochen nach Infektion treten grippeähnliche Symptome zusammen mit einem fleckigen roten Hautausschlag auf. Bei unbehandelter Syphilis kann es in den nächsten Jahren zu immer neuen, gummiartigen, nässenden Geschwüren und Ausschlägen kommen. Selten kommt es zur Spätsyphilis, die etwa fünf Jahre später auftritt und neben den Geschwüren auch zu neurologischen Ausfällen und psychischen veränderungen führen kann.
Syphilis ist heutzutage gut heilbar, Mittel der Wahl ist hierfür meist Penicillin, ein Antibiotikum.
Bei schwangeren Frauen besteht die Gefahr, die Krankheit an das ungeborene Kind zu übertragen, was zu schweren Beeinträchtigungen und Behinderungen sowie zur Fehlgeburt führen kann. Daher sollte bei fraglicher Infektion der Mutter diese immer überprüft und ggf. behandelt werden.