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Pica-Syndrom
Als Pica-Syndrom bezeichnet man eine seltene Essstörung, bei der die Patienten allgemein als ungenießbar und ekelerregend angesehene Substanzen, wie Steine, Erde, Sand, Exkremente oder Abfall, zu sich nehmen. Hierbei handeln sie nicht altersgemäß (Säuglinge und Kleinkinder sind somit von der Diagnose ausgeschlossen). Das Pica-Syndrom tritt vor allem bei geistig behinderte Menschen, Demenzkranken oder Autisten auf. Wegen der zahlreichen Gefahren, die eine solche Essstörung mit sich bringt, wie z.B. Vergiftung, sollten die Patienten unbedingt daran gehindert werden, diese Substanzen zu sich zu nehmen. Gelegentlich kann eine Psychotherapie helfen, in schweren Fällen muss eine gesicherte Unterbringung erwogen werden.