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Urämie
Unter einer Urämie versteht man eine Vergiftung, die aufgrund einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz im Körper auftritt. Wenn die Filterfunktion der Nieren herabgesetzt ist, kann es passieren, dass die Konzentration des sog. Urämietoxins, das sonst über den Harnweg ausgeschieden würde, im Blut steigt. Die Folge sind Vergiftungserscheinungen, die sich verschieden äußern: Akut können neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch Darm- und Magenschleimhautentzündungen auftreten. Bleibt die Urämie über längere Zeit unbehandelt, können durch den ungefilterten Harnstoff das Skelett- sowie das Nervensystem geschädigt werden. Symptomatisch zeigt sich dies in einer renalen Osteopathie bzw. in neurologischen Störungen wie Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Verwirrtheit bis hin zu Wesensveränderungen.